#ProjektZweisprachigesBlog – Los geht’s

Ich habe dieses Blog vor einigen Jahren als englischsprachiges Genealogieprojekt gestartet.

Über die Jahre habe ich habe immer mehr gemerkt, dass auch im deutschsprachigen Raum Interesse an dem Thema Genealogie bzw. Ahnenforschung besteht. Zusätzlich sind mir auch andere Themen wie “Working Out Loud” und alles rund um “Digitalisierung” ans Herz gewachsen und ich fing auch an, darüber zu schreiben.

So verband ich meine verschiedenen Welten – Von daher auch der Namenswechsel vor einiger Zeit: CONNECTING THE WORLDS

Aber irgendwie hat mir nie gefallen, wie in dieser deutsch-englischen und der Themenmischung die Blogposts beinahe nebeneinander verschwanden. Von daher überlege ich schon lange, ein wirklich zweisprachiges Blog mit einer anderen Struktur zu erstellen.

Ich nutzte dann die Möglichkeit auf der RootsTech, um mich am WordPress Stand beraten zu lassen. Das Support-Team vor Ort hat sich wirklich viel Zeit genommen. Danke nochmal dafür!

Aber wie es immer so ist, es klingt viel entspannter, wenn die Profis es Dir erklären. Ich habe dann doch nochmal über einen Monat gebraucht, um es auch wirklich umzusetzen.

Und heute geht’s los! Mein neues Blog geht online!

Es gibt für die deutsche Version eine neue Web-Adresse: www.dieweltenverbinden.de

Die englische Version bleibt bei www.connectingtheworlds.de

Auch die WordPress URLs im Hintergrund ändern sich zu dieweltenverbinden.wordpress.com bzw. connectingtheworlds.wordpress.com 

Ich freue mich drauf, Euch / Sie auf dem “neuen” Blog begrüssen zu dürfen!

Launch of the new bilingual blog!

I started this blog as an English speaking Genealogy blog only. But over the years I’ve seen that there is a lot of interest in my German speaking world, too.

So, I started to post in German and English. And in addition, I added some topics like “Working Out Loud” and my passion for everything going digital. And I started to connect the dots between those worlds. Hence the name!

With the structure of this blog I didn’t really like how English and German posts and the different topics disappeared next to each other.

This is why I was thinking for quite a while now to create a real bi-lingual blog and to structure it differently.

I took the opportunity at the RootsTech to get in touch with the WordPress team at their booth. We went through the possibilities and different solutions. They really took a lot of time to make it as simple as possible for me to do it on my own.

And still, it took me over a month to finalize it.It sounded so simple when they talked about it.

But today is the big day! I am very proud to announce the launch of my new blog.

Although – it is not really new. The name is the same “Connecting the Worlds”. The URL stays the same: www.connectingtheworlds.de

And I added www.dieweltenverbinden.de for the German version.

It’s just the WordPress blog URLs which are changing. I hope that those of you following me at schmidtbarbara.wordpress.com will do the same at connectingtheworlds.wordpress.com (English) or dieweltenverbinden.wordpress.com (German), too.

 

Mysterien der Phonetik

Ich suche schon seit einigen Jahren verzweifelt nach den ostpreußischen Vorfahren meiner Mutter.

Es gab diverse Gründe, die ich davon abgehalten haben, mich intensiver mit meiner mütterlichen Linie zu beschäftigen.

Ein Grund war dieses OSTPREUßEN. Gleich zu Beginn meiner Ahnenforscherkarriere bin ich auf einige Ostpreußenforscher gestoßen, die mir diese Region wirklich madig gemacht haben. die waren in ihrer Heimatverbundenheit so radikal und missionarisch.

Da wurde kein Fehler in der Bezeichnung oder Geographie verziehen. Es wurde nicht verstanden, wieso ich der Region nicht dieselbe Verbundenheit und fast Anbetung entgegenbrachte wie sie es taten. Sie kamen mir unwahrscheinlich verbissen vor. Das war nichts für mich. Und so habe ich diese Region lange links liegen gelassen.

Die anderen Gründe lagen alle in der Familie. Meine Oma starb als ich 3 Jahre alt war und ich habe so gar keine Erinnerung an sie. Meine Großeltern liessen sich scheiden, als meine Mutter noch ein Kind war, und der Kontakt zu meine Großvater war auch eher sporadisch. Er intensivierte sich etwas, als wir Kinder waren aber liess später auch wieder nach. Von daher gab es da nicht viele Informationen. Von meinem Großvater existierten wenigstens noch ein paar wenige Fotos seiner Kindheit und der Eltern, aber das war es auch schon.

Von meiner Oma allerdings? Fast gar nichts. Und ich habe es auch immer verpasst, ihren Bruder auszufragen, obwohl das Verhältnis zu ihm sehr gut war. Aber als Jugendliche war ich noch nicht soooo an Ahnenforschung interessiert. Und meine Mutter und deren Schwestern kennen noch nicht mal den Namen der Großmutter, außer “Oma Johanna”.

Irgendwann fiel mir dann das Testament ihres Vaters Albert TILINSKI, der 1974 gestorben ist, in die Hände. Dort waren wenigstens ein paar Informationen von ihm enthalten:

  • sein Geburtsdatum
  • 3 Eheschliessungen, allerdings die ersten beiden, die für mich interessant sein könnten, ohne den Namen der Ehefrau, aber immerhin.
  • die Namen seiner Eltern inklusive Beruf seines Vaters

Der Beruf seines Vaters räumte dann übrigens auch mit dieser alten Familiengeschichte auf, dass die väterliche Linie meiner Mutter “alter deutscher Landadel” war und ihr Großvater das “von” beim Glücksspiel verlor. Manchmal ist es schon erstaunlich, wie lange sich Familienmythen so halten – egal, wie unlogisch sie klingen!

Aber kommen wir jetzt zu der Phonetik. Der Name meiner UrUrgroßmutter auf dem Testament ihres Sohnes war mit Veronika Czaschkowski angegeben. Und irgendwann kam dann auch wieder der Zeitpunkt, an dem ich mir meiner mütterliche Linie vornahm. Aber egal wie sehr ich suchte und links und rechts guckte, ich fand zu diesem Namen in der Konstellation gar nichts.

Dann kam mein Trip nach Salt Lake City zur Rootstech und meine beiden Tage in der Family History Library. Und nach meinem öffentlichen Heulen auf twitter, dass meine Tilinski / Czaschkowski Familie scheinbar einfach vom Himmel gefallen sind, hatte ich am nächsten Morgen ein paar emails mit Dokumenten in meinem Postfach. Unter anderem den Geburtseintrag meines Urgroßvaters Albert TILINSKI. Und wie waren seine Eltern angegeben? Gottfried TILINSKI und Veronika TRZASKOWSKI.

Wie bitte??

Aber wozu hat man in diesem freizügen Europa heutzutage polnische Freunde. Eine schnelle Whatsapp Nachricht nach Berlin mit der Bitte, mir den Namen vorzulesen und kurze Zeit später kam die Sprachnachricht zurück. Und für einen Deutschen klingt das polnische TRZASKOWSKI sehr ähnlich wie CZASCHKOWSKI.

Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass meine UrUroma auf einem deutschen Amt nach dem Krieg ihren Namen nannte und der nette Herr hinter der Glasscheibe (so stelle ich mir das auf jeden Fall vor) einfach schrieb, was er hörte. Und so wurde aus TRZASKOWSKI ein CZASCHKOWSKI.

Und so wurde ich das erste Mal Opfer von Namensänderungen auf Grund von Phonetik.

Kein Wunder, dass ich nie etwas gefunden habe!

P.S. und seit dieser Erkenntnis habe ich nicht nur meinen Uropa gefunden, sondern auch drei Schwestern und einen Bruder, sowie einen Onkel plus Familie. Aber die Geschichte erzähle ich ein anderes Mal.

 

My first RootsTech experience

It was November 29, 2016 when I saw a message in my email box named “RootsTech 2017 Contest  Winner” from Renee’s Genealogy Blog. I couldn’t believe my eyes when I saw that I won a full pass for RootsTech 2017!

Renee is one of the RootsTech Ambassadors who received tickets to give away and I was the lucky one!

Okay, I had the tickets, now I needed to organize the flight and the hotel. It took me a bit of time, but being the queen of reward programs, I could arrange it to use miles and hotelpoints for the flight and the hotel. Anyone who ever makes fun of me again for having bonus cards in my wallet?

I flew out on February 4, landing late in the evening local time. That helped me dealing with the jetlag. I went straight to bed and got up at around 6am the next morning. Actually my sleeping schedule sticked to 8ish pm to 6ish am.

I took the free day on Sunday to get known to the area, exploring downtown. Walking up to the temple square, a beautiful garden / park area. The weather was georgious by the way, sunny and really nice temperature.

img_3628-1Monday and Tuesday were blocked for the Family History Library. I tried to knock down a brick wall in my family. Unfortunately, I didn’t have that much success. But “whining” about it on twitter sparked some interest in fellow co-researchers. And wow.. next day, I had four emails in my mailbox with documents attached. Thank you so much, Chrissie!!

But the days at the library weren’t for nothing. I changed the scope of my research a bit and found information, I didn’t have before and confirmed assumptions. And I was able to help someone else sitting behind me at the computer aisle. I overheard a conversation about the town I live in, actually about a street I lived in, which was so wrong, I couldn’t resist to jump in. There wasn’t any information on that street available in English, but Auntie Google helped in German, so I translated. The young lady left with a huge smile on her face – loving it!

Wednesday was the first day of RootsTech – the Innovator Summit. For me, that start of the day was already the best part of it. Liz Wiseman’s key note speech. Very inspiring on why being a rookie wins against being a pro sometimes. And why we should let out or rookie inside more often.

I used the rest of the day to check out some of the innovator sessions and to get to know my way around. Lunch on the staircase with people passing by is the best way to get in touch and start communicating. I met so many fascinating people and “friends” I only knew in the virtual world so far.

Overall, I bet RootsTech became selfie capital of the world over the four days :)

The next three days were full of sessions and strolling through Expo Hall. I was very happy that I did that in full length Thursday and Friday as it was packed on Saturday. I loved the initiative to invite kids’ groups. I saw school classes, church groups and boy & girl scouts.

My highlight on Friday? No of all of the days? LeVar Burton‘s key note speech! What a voice, what a way to talk to his audience, I could listen to him forever. He was so inclusive. I loved how he spoke about his mother. With so much love and admiration in his voice. He kept mentioning her name as if he wanted to avoid that it gets forgotten, like so many female names we have in our family trees. Once he was finished and presented with his family’s findings, there wasn’t a dry eye in the room!

 

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Barbara & Renee

And of course I couldn’t visit RootsTech without meeting the person who made this experience possible for me: Renee Zamora! We just had to meet up. chat a bit and get in front of the RootsTech wall for a selfie.

Well, technically it is not a selfie as someone else took it, but you know what I mean.

 

Expo Hall was fantastic. The exhibitors really offered everything you could desire as a genealogist. Databases, how to get organized, how to digitize your documents, how to store them safely and efficiently. How to show and visualize your research results. And of course, the big thing: DNA in genealogy!

Almost every exhibitor had a small training area at their booth. Short classes of 20 minutes each throughout the day. Very interesting, sharp and to the point. And if it was boring? Well, you wasted 20 minutes :)

Let’s come to the sessions. I totally love the idea of streaming one session per hour and to provide audio recordings for some others. That way, people not being able to attend can be part of RootsTech, too. And even I who was there will have a look at what I missed.

I have to admit though, I expected a bit more content for the advanced and professional level. There was a beginner’s track, I bet it is also possible to include a pro track. Some of the sessions were so basic (and with that so boring) I stepped out of them, although they were not marked as beginners.

I think, RootsTech can be both: a conference for genealogists and a fair / conference to raise awareness and interest with the general audience.

And as someone who is organizing events myself in my job, I would love to meet the organization team. I was actually visiting looking at it from two different perspectives: the event organizer and the genealogist.

And I was deeply impressed with the organization. From the location to set up, technology, WiFi, volunteers, registration, lighting, content, exhibitors, branding – just great, chapeau!

Will I be back? You bet – maybe not next year, but I will return!

 

 

 

#genchatDE – 16.2.17 20 Uhr

Es ist Zeit für den den nächsten deutschsprachigen genchat! 

Ich habe mich für das Thema auf der RootsTech inspirieren lassen. DNA war da ein ganz großer Aufhänger dieses Jahr. 

Ich wurde immer wieder gefragt, ob das in Deutschland auch so wäre bzw. warum in Deutschland so wenige Ahnenforscher diesen Weg gehen würden. Ich konnte dazu natürlich nur meine persönliche Einschätzung geben: 

  • Im Vergleich zum Einwanderungsland USA hält sich hier der Mehrwert des Wissens um die ethnische Zugehörigkeit in Grenzen 
  • Aus historischen Gründen stehen wir der Einteilung in Ethnien sehr skeptisch gegenüber
  • Per DNA beweisen, dass wir Deutsch sind?? Siehe 2. Punkt
  • Auch aus historischen Gründen haben wir eine andere Einstellung zur Privatssphäre und persönlichen Daten. Und wer was worüber preisgegeben bekommt. 

Ich habe mich wirklich viel mit amerikanischen Genealogen darüber unterhalten und ich konnte förmlich sehen, wie es bei Ihnen “klick” bezüglich des Verständnisses gemacht hat, wenn ich Ihnen diese Zusammenhänge aufgeführt habe. 

That explains it 

War ein Satz den ich oft gehört habe. 

Ich habe es dennoch gemacht, weniger für meine Erkenntnisse, obwohl ich schon neugierig bin. Nein, ich bin hauptsächlich dem “Flehen” der anderen gefolgt, die verzweifelt nach mehr “Deutschland Daten” in dem Referenzdatenpool gefragt haben. Also habe ich meine gute Tat vollbracht :) 

Aber wie gesagt, die Punkte waren MEINE Einschätzung. Mich würde interessieren, was andere Genealogen in Deutschland dazu sagen. 

Von daher: 16.2. um 20 Uhr auf Twitter. Folgt meinem Alter Ego @genchatDE, dann verpasst Ihr nichts!