Bye Bye #Rootstech

Das war er nun, der letzte Tag der RootsTech. 

Die Key Note heute morgen habe ich ausgelassen. Der Sprecher war für mich nicht so interessant. 

Dafür habe ich morgens gleich meinen DNA Test gemacht und weggeschickt. Jetzt heißt es abwarten :)

Zum Glück bin ich schon die letzten beiden Tage durch die Expo Halle gegangen und habe alles aufgesogen, denn man merkte, heute war Sonnabend. Es war brechend voll! Zusätzlich zum Wochenende war es noch der Tag der Jugendgruppen: Kirchen, Schulklassen, Pfadfinder – alles war vertreten. Hervorragende Idee, vielleicht eine Inspiration für den Deutschen Genealogentag?

Für mich waren heute also Sessions angesagt. Es ging morgens gleich mit “DNA Basics” los. Jetzt, wo ich mich dazu entschlossen hatte, einen zu machen, wollte ich dann auch genau wissen, was man damit anfangen kann. Und ich muss sagen, jetzt soll ancestry sich noch mehr beeilen. Ich bin wirklich gespannt, was dabei herauskommt. 

Der Sponsoren lunch heute war der enttäuschendste von allen Drei. Am liebsten wäre ich aufgestanden und hätte gesagt “hier ist schon jeder an Euch interessiert, Ihr müsst daraus keine Verkaufsveranstaltung machen”. Diese Form von “sales pitch” war leicht nervig. 

Nachmittags war ich dann gespannt, was Dirk Weissleder, der Präsident der DAGV über Quellen zur erfolgreichen Forschung in Deutschland zu sagen hatte. Leider war es dann doch sehr auf die DAGV bezogen. Und ich war auch sehr negativ überrascht zu hören, dass er die deutschen regionalen Volkszählungen als Quelle präsentierte, von denen bis zur Präsentation auf der letztjährigen Rootstech auch die deutschen Genealogen nichts gewusst haben. 

Ich müsste nochmal das genau Datum nachprüfen, wann ich meinen ersten Blopost über die Volkszählungen, die ich als Quelle nutze, geschrieben habe.  Aber der ist definitiv älter als ein Jahr. 

Weiter ging es mit einer Session zu dem Thema Kinder und Genealogie. Sehr interessant und wirklich tolle Tips dabei, wie man Kinder für Ahnenforschung begeistern kann. 

Und zum guten Schluß erklärten uns 2 Mitglieder von Family Search, wie man mit Abweichungen und Änderungen im Stammbaum auf deren Plattform umgeht. Wie lassen sich Änderungen nachverfolgen? Wie arbeite ich Korrekturen ein? Sehr detaillierte, hilfreiche Session. 

Wie immer könnt Ihr meine Eindrücke auf Twitter unter @Barbffm nachlesen. 

Und das war es dann auch schon für den Tag – bis auf die Abschlußveranstaltung. 

Es war gar nicht so einfach, einen freien Platz zu finden. Ich dache immer, das Besetzen von Plätzen wäre eine deutsche Erfindung – vergesst es! Da wurden heute ganze Sitzreihen frei gehalten. Aber ich konnte mich noch dazwischen quetschen. 

Was folgte war eine tolle Performance von “Vocal Point” und “Noteworthy”, 2 Chören (aber mehr Glee Club mäßig) von der lokalen BYU – Brigham Young University. Aufgebaut wie ein Sing-Off – Männer vs. Frauen. Ein bißchen Wettbewerb schadet ja nie :) Fantastische Stimmen, tolle Show, ich war total begeistert!

Und mein RootsTech Resümee?

Es war den Trip auf jeden Fall wert! Von den Sessions war ich etwas enttäuscht, ich hätte mir mehr für Fortgeschrittene erwartet. Vieles davon war sehr auf Anfänger ausgerichtet. 

Aber alles andere drum herum, war wirklich umwerfend. Von der Organisation, über die Lokation, die Technik, die Stimmung. Was im Gegensatz zum Genealogentag wirklich auffällig war: egal wie alt die Teilnehmer waren, die liefen alle mit Smartphones oder Tablets herum. Hier wird ganz anders mit Technik umgegangen. Fast jeder ist im Bereich Social Media vertreten, sei es Facebook, Twitter oder Instagram. Auch gibt es hier keine Konkurrenz zwischen den kommerziellen Anbietern und Societies wie bei uns. Kein Rumgezicke gegen diejenigen, die aus Genealogie ein Business Case gemacht haben. Es wird einfach jeder gleich ernst genommen. Das würde ich mir auf unserer Seite des Atlantiks auch wünschen. 

Werde ich wieder herkommen? Auf jeden Fall, aber wohl nicht nächstes Jahr. Dieses Jahr hatte ich Glück, was die Tickets angeht, aber wenn ich keinen Sponsor finde, muss ich mindestens ein Jahr aussetzen. 

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4 thoughts on “Bye Bye #Rootstech

  1. Linda Stufflebean wrote a piece on how RootsTech was geared more to the beginner than more experienced researchers. She actually wrote to the public relations people to let them know her feelings. Maybe there will be some improvements in the future.

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