Rückblick auf den 67. Genealogentag in Gotha – Tag 2

Wer nochmal den ersten Tag des 67. Deutschen Genealogentages Revue passieren lassen möchte, klickt einfach hierhin:

Rückblick auf den 67. Genealogentag in Gotha – Tag 1

Der zweite Tag ging morgens etwas entspannter los als der erste. So blieb mir Zeit für ein ausgiebiges Frühstück und einen kurzen Spaziergang vom Hotel zum Kulturhaus.

Dort war im 1. OG das Ausstellerforum untergebracht. Eine tolle Idee! Dort hatten Aussteller jeweils 20 Minuten Zeit, sich dem Publikum mit einem kurzen Vortrag zu präsentieren. Allerdings war der Standort etwas unglücklich gewählt, denn das Foyer oben war offen. Der “Lärm” von unten übertönte den Vortragenden doch ziemlich häufig. Wobei Lärm eine Definitionsfrage ist, denn so laut war es nicht, ab es hallte sehr nach oben.

IMG_1901Danach ging es dann zurück in die Orangerie, um nochmal durch die Ausstellung zu bummeln und bei familysearch vorbei zu gehen, denn die Schlange dort war am Vortag ewig lang. Was ich leider verpasst hatte: die hatten am Sonntag einen Feiertag und haben deswegen schon am Sonnabend abgebaut. Schade, deren Hilfe hätte ich nach  meinem Besuch bei den Berufsgenealogen am Sonnabend brauchen können. Na gut, muss ich mich selbst durch die Kataloge wühlen ;)

Aber leider zog sich das durch die gesamte Ausstellung. Viele der Aussteller begannen schon sehr früh mit dem Abbau. Bei allem Verständnis für lange An- und Abreisen fand ich das doch irgendwie unangebracht. Wenn der Genealogentag bis Sonntag 14 Uhr läuft, geht man natürlich davon aus, dass bis dahin auch die Ausstellung läuft. Das wäre etwas, was ich den nächsten Ausrichtern ans Herz legen würde, worauf zu achten ist.

Und dann stand auch schon mein letzter Vortrag auf dem Programm. Clemens Koch von Pro Heraldica erzählte uns von dem Beruf des Genealogen. Mit dem besonderen Schwerpunkt auf den Emotionen, die man als Berufsgenealoge doch verkauft. Der Vortrag war wirklich sehr gut. Gut aufgebaut und strukturiert. Obwohl man auch Herrn Koch die Nervosität angesehen hat, ab und an brach die Stimme mal.

Und was für mich mit meinem Steckenpferd “Corporate History” sehr spannend und interessant war? Pro Heraldica erforscht nicht nur Individuen sondern auch Firmen und erstellt z.B. Firmenchroniken.

Und um 14 Uhr sollte dann bei der Abschlussveranstalung die Johann-Christoph-Gatterer.Medaille in Silber verliehen, der Staffelstab an die Ausrichter des 68. Genealogentag im nächsten Jahr, die IGAL – Interessengemeinschaft Ahnenforscher Ländle weitergereicht und dann der Genealogentag beendet werden.

Nur mussten wir vorher eine überlange Totenehrung (was ich auch wieder für eine supertolle Idee halte, nur extrem langweilig und langwierig umgesetzt), wieder ein paar lange Laudatii und eine unfassbare “Dankesrede” des Preisträgers der Johann-Christoph-Gatterer-Medaille in Silber, Dr. Lupold von Lehsten erleiden mussten. Und ERLEIDEN meine ich im wahrsten Sinne des Wortes. Was sich der Herr Dr. von Lehsten dabei gedacht hat, einen 30  Minuten Vortrag über “ich habe irgendwann den Faden verloren” zu halten, weiss kein Mensch. Vollkommen emapathielos, was sein Publikum angeht. Nein, im Gegenteil, als einige der Organisatoren versuchten, sich bei ihm bemerkbar zu  machen, weil die Zeit davon lief, wurden sie von ihm nur trotzig darauf hingewiesen, dass er seine letzten beiden Seiten schneller fertig bekommen würde, wenn sie aufhören würden zu reden. Was danach kam, waren definitiv mehr als zwei Seiten. Ich fand sein Benehmen total unhöflich! Wahrscheinlich wieder ein Fall von: Brillianter Wissenschaftler – schlechter Redner.

Und dann? Ja, dann war es schon wieder vorbei.

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Für mich gab es noch einen Abschlusskaffee auf dem Marktplatz und erst dort habe ich dann das gesehen!

So sieht man die Werbung für einen Genealogentag doch gerne ;)

Und wer nochmal nachlesen möchte, was sich während des Wochenendes so in den sozialen Netzwerken zum Thema getan hat, dem empfehle ich das sogenannte “Storify” von Timo Kracke hier: https://storify.com/genkracke/67-deutscher-genealogentag-gotha

Ach ja, mein Highlight von dem Wochenende?

In diesem Sinne: Ich freue mich auf Bregenz zum 68. Deutschen Genealogentag im nächsten Jahr! #68DGT16

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