Rückblick auf den 67. Genealogentag in Gotha – Tag 1

Strahlend blauer Himmel – das gesamte Wochenende! Ich frage mich ja, wie die Veranstalter DAS hingekriegt haben? Auf alle Fälle haben sie’s gut gemacht.

Meine Anreise verlief etwas schusselig, denn das kann auch nur mir passieren. Am Frankfurt Hbf stehen und sich wundern, warum der Zug nicht fährt… Ähem ja, weil meiner ab Frankfurt Süd abfährt. Also ab ins Reisezentrum… und es blieb mir nur, ein neues Ticket zu kaufen :)

Nach der Ankunft erstmal im Hotel vorbei, um den Koffer loszuwerden. Ausserdem war noch viel Zeit, bevor die Anmeldung im Kulturhaus öffnete.

Dort tauchte ich dann so gegen halb fünf auf. Leider waren die meisten noch mit dem Aufbau beschäftigt. Die Damen und Herren an der Anmeldung hielten es auch nicht für notwendig, einem mit der Tagungstasche auch ein Lächeln, Herzlich Willkommen oder sonstiges zur Begrüssung entgegen zu bringen. Der erste  Eindruck war nicht der Beste, wie ich zugeben muss. Aber über das Wochenende hinweg zeigte sich, dass die Organisatoren wirklich hervorragende Arbeit für den Genealogentag geleistet haben!!

Auch die Ausstellung in der Orangerie war noch nicht ganz fertig aufgebaut, trotzdem wurde bei dem einen oder anderen Stand vorbeigeschaut, ein paar bekannte Gesichter begrüsst und hier und da ein kurzes Schwätzchen gehalten.

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Und was bot sich bei dem Wetter besser an, als sich draussen im Park der Orangerie ein bißchen in die Sonne zu setzen?

Dort wurden dann auch schon die ersten interessanten Gespräche geführt, herrlich so ein Spätsommernachmittag.

Pünktlich um 18 Uhr ging es dann für die offizielle Eröffnung ins Kulturhaus. Und darf ich behaupten, dass ich noch nie so einen amüsanten und begeisterungsfähigen Oberbürgermeister gesehen habe, wie Knut Kreuch.

Am Sonnabend war mein Tag mit den Vorträgen total durchgetaktet:

  • 9 Uhr: Nordamerika-Briefsammlung
  • 10 Uhr: Familienforschung im Internet
  • 11 Uhr: Bloggen für mehr Kommunikation und Austausch
  • 13.30 Uhr: Missing in America
  • 14.30 Uhr: Sütterlin Schreibkurs
  • 16.15 Uhr: Online-Recherche in der dt. Zentralstelle für Genealogie
  • 17.15 Uhr: Jede Familie hat ein Geheimnis

Und gleich morgens um 9 Uhr ging es mit der schlimmsten Präsentation los, die ich jemals gehört habe. Und ich habe beruflich schon eine Menge schlimmes gesehen, aber der Herr toppte alles. Ich hatte mich total auf den Vortrag über die Nordamerika-Briefsammlung an der Forschungsbibliothek Gotha von Frau Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl gefreut. Die Dame  konnte  leider nicht kommen und schickte den Initiator der Sammlung Prof. Dr. Wolfgang Helbich als Vertretung. Damit hat sie sich leider keinen Gefallen getan, denn der Herr ist bestimmt ein brillianter Historiker, aber ein furchtbarer Redner. Dazu war der Vortrag total unstrukturiert und er schien dazu noch absolut unvorbereitet.

Meinen 10 Uhr Vortrag liess ich kurzentschlossen ausfallen, um mir die Ausstellung anzuschauen.  Und es war schön zu sehen, dass die Orangerie voller und voller wurde.

Meinen herzlichen Dank an alle Aussteller, kommerziell genauso wie die Vereine, die den Weg auf sich genommen haben! Ich habe viele Anregungen bekommen, interessante Gespräche geführt, Namenslisten abgeglichen (leider ohne Erfolg) und Klönschnack gehalten.

11 Uhr ging’s weiter mit dem Timo Kracke und seinem Vortrag über das Bloggen. Was ich sehr gut finde: Timo wird seine Präsentation im Nachgang auf seiner Webseite http://www.kracke.org zur Verfügung stellen. Also am besten mal vorbeischauen, wenn Ihr den verpasst habt!

Auch Ursula Krauses aka rootseekers Vortrag über ihren Vorfahren “Missing in America” war sehr spannend und gut gemacht. Ich wurde also für meinen ersten Vortrag des Morgens sofort entschädigt.

Und zwischendurch trafen ein paar der twitternden Genealogen sich im Theatercafe zum tweetup. Dieses Mal hat alles geklappt ;)

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Und dann kam es zu meinem Highlight des Tages: der Sütterlin Schreibkurs. Frau Tröße vom SütterlinKlub URANIA jagte im Schweinsgalopp durch das Sütterlin-Alphabet,  um uns in die Geheimnisse der Schrift einzuweihen. Dazu bekamen wir alle Zweitklässler-Schreipapier zur Verfügung gestellt. Und es wurde “gemalt”. Das hier war meine Ausbeute, sieht super aus, oder? (Zum Vergrössern einfach auf das Bild klicken) Wurde mir auf alle Fälle von Frau Tröße bestätigt, nur 3 kleine Flüchtigkeitsfehler – ach, manchmal bin ich sooo gut ;)

Auch den nächsten Vortrag habe ich wieder verpasst, denn ich habe mich wieder draussen am Getränkestand verquatscht. Und Gespräche mit Mitforschern sind mir immer wichtiger als die Vorträge.

Der Tag wurde dann mit dem MDR abgeschlossen. Der Redakteur der Sendung “Auf der Spur der Ahnen” erzählte uns, wie er und seine Kollegen die Sendung vorbereiten, recherchieren und produzieren. Sehr interessant.

Abends ging es wieder ins Hotel zur Abendveranstaltung. Dazu habe ich leider nur zu sagen: Das war eine verdammt teure Roulade. 25 Euro für den Abend war total unangebracht! Da blieb ich dann auch nicht lange.

… und im nächsten Blogpost geht’s dann um den 2. Tag und mein persönliches Fazit

4 thoughts on “Rückblick auf den 67. Genealogentag in Gotha – Tag 1

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